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Achtung, Betrug! Bundesnetzagentur warnt vor gefälschten Briefen an Solaranlagen-Besitzer

Solarenergie boomt in Deutschland wie nie zuvor: Millionen von Photovoltaikanlagen auf Hausdächern und Balkonen tragen mittlerweile massiv zur umweltfreundlichen Stromversorgung bei und senken die Stromrechnungen der Bürger. Doch wo ein Markt wächst, sind auch Kriminelle nicht weit.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) schlägt nun Alarm und warnt vor einer perfiden, großangelegten Betrugsmasche. Aktuell landen in zigtausenden Haushalten täuschend echte Drohbriefe, die es gezielt auf die Geldbörsen und Daten von PV-Anlagen-Besitzern abgesehen haben.

Richtiges Logo, falsche Absichten

Die Betrüger nutzen das offizielle Logo der Bundesnetzagentur, um Vertrauen zu erwecken und Druck aufzubauen. In dem Schreiben wird behauptet, es gäbe einen angeblichen Mangel bei der Registrierung der Solaranlage (*) im Marktstammdatenregister (MaStR).

Um der Sache eine kriminelle Dringlichkeit zu verleihen, drohen die Absender mit der Einleitung eines Gerichtsverfahrens. Die Forderungen im Detail:

  • Geldstrafe: Es wird eine angebliche Gebühr von 41,60 Euro verlangt, die innerhalb von 14 Tagen überwiesen werden soll.
  • Datenabfrage: Der Empfänger wird aufgefordert, eine sogenannte „EEG-Jahresmeldung“ per E-Mail einzureichen.
  • Phishing: Über dieses Formular versuchen die Betrüger, an sensible persönliche Daten – allen voran die IBAN – zu gelangen.

Wichtig zu wissen: Die Bundesnetzagentur warnt ausdrücklich davor, diesen Forderungen nachzugehen oder Geld zu überweisen!

Die Fehler im Detail: Das entlarvt den Fake-Brief

Obwohl das Schreiben auf den ersten Blick behördlich wirkt, haben die Betrüger einige grobe Fehler gemacht. Wer einen solchen Brief erhält, achte auf folgende vier Warnsignale:

  • Falsche Dienststelle: Als Absender wird eine Außenstelle in „Sömmerda“ genannt. Eine solche Außenstelle der Bundesnetzagentur existiert überhaupt nicht.
  • Fehlerhafte Kontaktdaten: Die im Brief angegebenen Telefonnummern für den Hauptsitz in Bonn sind falsch oder haben die falsche Vorwahl.
  • Dubiose E-Mail-Adresse: Die Betrüger fordern Rückmeldung an eine Adresse, die auf @mail.de endet. Offizieller Schriftverkehr der Behörde endet immer auf die Domain @bundesnetzagentur.de.
  • Fehlende Unterschrift: Zu allem Überfluss wurde das maschinell erstellte, aber angeblich hochoffizielle Dokument nicht einmal unterschrieben.

Was solltest du tun, wenn der Brief im Kasten liegt?

Sollten sie ein solches Schreiben erhalten, gilt: Ruhe bewahren und auf keinen Fall zahlen!

Die Bundesnetzagentur bittet Betroffene, das Schreiben zu ignorieren und stattdessen Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle zu erstatten. Nur so kann die Masche effektiv bekämpft und andere Haushalte in der Region gewarnt werden. Wer unsicher ist, kann den Status seiner Anlage jederzeit selbst und kostenfrei direkt im echten Marktstammdatenregister online überprüfen.


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