Trump gegen Venezuela: Drohen neue Zölle und eine globale Ölkrise?
Die gestrige Meldung sorgt für internationales Aufsehen: Donald Trump kündigte auf „Truth Social“ an, dass die USA ab dem 2. April 25 % Zölle auf alle Länder erheben werden, die Öl und Gas aus Venezuela kaufen. Diese Ankündigung könnte weitreichende Folgen haben – sowohl für Venezuela als auch für die globale Wirtschaft.
Wer ist betroffen?
Neben einigen europäischen Unternehmen beziehen vor allem China und Indien große Mengen an venezolanischem Öl. Sollte Trump diese Zölle tatsächlich durchsetzen, stehen die betroffenen Staaten vor einer entscheidenden Frage: Beugen sie sich dem Druck – oder riskieren sie einen Handelskrieg mit den USA?
Szenario 1: Länder stellen Öl-Importe aus Venezuela ein
Falls China, Indien und Europa ihre Einkäufe abrupt stoppen, würde Venezuela massiv an Deviseneinnahmen verlieren. Die ohnehin schon schwere Wirtschaftskrise des Landes könnte sich drastisch verschärfen. In diesem Fall wäre die Regierung in Caracas möglicherweise gezwungen, allen Forderungen Washingtons nachzugeben – etwa der Rücknahme illegaler Migranten aus den USA.
Szenario 2: China und Indien wehren sich – die USA ziehen nach
Sollten die beiden asiatischen Großmächte sich weigern, ihre Ölimporte aus Venezuela einzustellen, müsste Trump beweisen, dass er es ernst meint. Ab dem 2. April könnten dann 25 % Zölle auf alle US-Importe aus diesen Ländern fällig werden. Die Folge? Ein starker Preisanstieg in den USA, der die Inflation weiter anheizen würde.
Szenario 3: Verhandlungen hinter den Kulissen
Möglich ist auch, dass hinter den Kulissen stille Verhandlungen laufen. Vielleicht einigen sich die USA mit China und Indien auf eine Kompromisslösung – und die angedrohten Zölle werden nie umgesetzt. Doch selbst dann bleibt ein Restrisiko für die Märkte. Der Ölpreis zeigt bereits erste Reaktionen und ist in den letzten Stunden gestiegen.
Fazit: Eine Ankündigung mit Sprengkraft
Trumps Vorstoß könnte globale Handelskonflikte verschärfen und die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage weiter destabilisieren. Ob es tatsächlich zu den angekündigten Zöllen kommt oder nicht – die Unsicherheit allein reicht aus, um die Märkte in Bewegung zu bringen.