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Mehr Schutz vor Dieben: Google verschärft Android- und Chrome-Sicherheit grundlegend

Die Zeiten, in denen das Mobiltelefon ausschließlich zum Telefonieren genutzt wurde, sind längst vorbei. Heutzutage begleiten uns die smarten Alleskönner in allen Lebenslagen. Sie beherbergen sensible Daten, die wir im täglichen Leben benötigen – von privaten Fotos über Messenger-Verläufe bis hin zu Bank- und Versicherungsdaten. Viele Smartphone-Besitzer vertrauen ihrem Gerät mittlerweile mehr private Informationen an als ihren engsten Familienangehörigen.

Die Daten – nicht das Handy sind das Ziel

Daher ist es kaum verwunderlich, dass Smartphones (*) ein Hauptziel für Kriminelle sind. Jährlich werden allein im deutschsprachigen Raum Zehntausende Geräte als gestohlen gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, da nicht jeder Diebstahl zur Anzeige gebracht wird. Um es Kriminellen drastisch zu erschweren, den Sperrbildschirm zu überwinden und an sensible Kontodaten zu gelangen, hat Google nun wichtige Sicherheitsmaßnahmen direkt in das Android-System integriert.

 
100.000Brute-Force
Smartphones (*) werden jährlich entwendetSoll durch neue Timeouts verhindert werden

Riegel vor den Daten: Intelligente Sperren bei falscher PIN-Eingabe

Wer künftige Android-Updates (wie Android 15, 16 und das kommende Android 17) nutzt, profitiert von einem stark verbesserten Schutz gegen sogenannte Brute-Force-Angriffe. Bei dieser Methode versuchen Diebe oder Hacker, die PIN oder das Passwort durch automatisiertes, schnelles Ausprobieren zu knacken.

Bisher waren unter bestimmten Bedingungen und mit zeitlichen Verzögerungen recht viele Versuche möglich. Google führt hier nun eine deutlich striktere Staffelung ein.

Um Angreifern die Zeit zu nehmen, reagiert das System bei aufeinanderfolgenden Fehleingaben mit progressiven Sperrzeiten. Nach aktuellen Sicherheitsrichtlinien von Google gliedert sich der Schutzprozess bei wiederholten Fehlversuchen wie folgt:

  • Erste Stufe: Maximal 6 Fehlversuche innerhalb der ersten Minute erlaubt. Danach greift eine kurze Zwangspause.
  • Zweite Stufe: Erhöhung des Schutzes auf maximal 7 Fehlversuche innerhalb von 6 Minuten.
  • Dritte Stufe: Maximal 8 Fehlversuche innerhalb von 25 Minuten.
  • Vierte Stufe: Strengste Begrenzung auf maximal 12 Fehlversuche innerhalb eines Fensters von 24 Stunden.

Kritisches Update für Google Chrome, Edge und Co.

Neben dem Betriebssystem Android steht auch der hauseigene Webbrowser im Fokus der Google-Sicherheitsprüfer. In den neuesten Update-Wellen für den Chrome-Browser wurden plattformübergreifend wieder zahlreiche Schwachstellen geschlossen – darunter auch mehrere als kritisch eingestufte Sicherheitslücken. Solche Schwachstellen ermöglichen es Angreifern im schlimmsten Fall, Schadcode auszuführen oder private Nutzerdaten direkt beim Surfen abzufangen.

Wichtig für Nutzer anderer Browser: Da moderne Browser wie Microsoft (*) Edge, Vivaldi, Brave und Opera auf derselben technischen Basis – der sogenannten Chromium-Engine von Google – aufbauen, betreffen diese Sicherheitslücken fast immer auch diese Programme. Google und die jeweiligen Entwickler empfehlen daher dringend, die automatische Update-Funktion der Browser zu aktivieren oder das Update umgehend manuell anzustoßen, um geschützt zu bleiben.

Analyse & Überarbeitung basierend auf den aktuellen Android-Sicherheitsarchitekturen und Chromium-Sicherheitsbulletins.


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